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Der italienische Doom entwickelt sich ständig weiter. «De Venom Natura» von PONTE DEL DIAVOLO sticht jedoch gerade deshalb hervor, weil das Album sich weigert, sich wie ein typisches Doom-Album zu verhalten. Dieses zweite Album fühlt sich ein wenig wie ein ritualistischer Liederzyklus an, in dem Atmosphäre, Bewegung und Stimme ebenso wichtig sind wie das Gewicht der Musik.
ALKALOID kennen wirklich keine Grenzen! Morean (v/g), Hannes Grossmann (d), Linus Klausenitzer (b) und Christian Münzner (g) hatten bereits als Mitglieder von Obscura, Triptykon und Dark Fortress den Gesetzen des Metal-Universums getrotzt, aber seit sie sich 2013 zu einer Supergroup zusammengeschlossen haben, experimentieren sie an einer neuen Zusammensetzung des progressiven Death Metals.
Mit «Monochrome» präsentieren HÉR ein Album, das weniger wie eine Sammlung von Songs wirkt, sondern vielmehr wie ein langsamer, anspruchsvoller Ritus. Das in Danzig gegründete polnische Ensemble schöpft tief aus der poetischen Edda, jenem Fundus altnordischer Weisheitsdichtung, der auch Tolkien inspirierte, als er sein eigenes tragisches Legendarium schuf ("..Thurin" nicht "Der Hobbit"). Wie bei Tolkien werden diese alten Quellen nicht als Museums-Stücke behandelt, sondern als lebendige Materie: dunkel, zerbrochen und unangenehm menschlich.
«The Devil's Vertep» von WINDSWEPT basiert auf einer wirklich fesselnden Grundlage: den Aufzeichnungen von Hexen-Prozessen aus dem 18. Jahrhundert in der West-Ukraine. Das Konzept ist reichhaltig, gut recherchiert und sorgfältig strukturiert.
Für Fans der norwegischen Black Metal Grössen 1349 bietet «Winter Mass» genau das, was sie erwarten: rasante Riffs, wilde Drums von Frost und Frontmann Ravn, der mit grimmiger Entschlossenheit heult. Das Live-Set wurde kurz nach der Pandemie in Oslo aufgenommen und vereint Material aus der gesamten Karriere der Band.
Der Zustand dieser Welt lässt zu wünschen übrig, aber auch nach drei Jahrzehnten voller Crust sind ROTTEN SOUND noch immer am Start. Was die Pandemie seinerzeit zum Erliegen brachte, feiert nun in Form der alles vernichtenden EP «Mass Extinction» Wiederauferstehung.
Mit «Ashspawn» kehren ENTHRONED als langjährige Grössen des europäischen Black Metal zurück. Sie sind entschlossen, ihre eigene Mythologie neu zu gestalten. Anstatt alte Formeln wiederaufzugreifen, haben die belgischen Veteranen ein Album geschaffen, das gleichzeitig feierlich und explosiv wirkt – ein Werk, das die Hörer nach eigenen Angaben verunsichern, in seinen Bann ziehen und schliesslich verwandeln soll.
"Entre l’ombre et la lumière" geschmiedet, markieren YOUR INLAND EMPIRE die kraftvolle Wiedergeburt des französischen Duos Stéphane Azam und David Husser, früher bekannt als Crown. Ihr selbstbetiteltes Debüt-Album erscheint als eine Renaissance - der Sound zweier Visionäre, die das Gewicht des Metals in einer dunklen, filmischen Atmosphäre auflösen.
Zuerst erinnere ich mich an das Feuer. Den Gestank von verbranntem Fleisch, die Schreie meiner Kinder, die an dem Weidenbaum baumelten, und die Lügen derer, die mich als Hexe bezeichneten. Sie dachten, meine Geschichte wäre in dieser Nacht unter den Flammen zu Ende gegangen, doch ich bin geduldig. Hass, wenn man ihn in der Erde verrotten lässt, schlägt Wurzeln.
Wage ich es, gegen eine Milliarde Streams anzuschreiben? Gegen ein musikalisches Imperium, das bereits den History Channel erobert hat und wie ein Kriegshorn in "Vikings" über die Fjorde widerhallt? Vielleicht nicht, aber lasst uns standhaft bleiben, den Schild in der Hand, und sehen, ob DANHEIM noch immer das Feuer des Nordens in sich tragen.